OUR HOUSE JOURNAL Unternehmensberatung Handwerk

Unternehmensberater Handwerk

Die Notwendigkeit einer skeptischen Distanz in Zeiten von Markttransformationen

Unternehmerische Abwägung von Marktrealismus und -steuerung

Manipulationen und Marktsteuerung auf dem Prüfstand

Es ließe sich die Hypothese aufstellen, dass ein mittelständisches Fertigungsunternehmen in der aktuellen Ära vor einer Herausforderung stünde, die weit über das klassische operative Geschäft hinausginge. Angenommen, die Nachrichten vermitteln, dass Märkte durch eine tiefgreifende Lenkungspolitik aktiv in eine ideologisch vorgegebene Richtung gedrängt werden. In einem solchen Szenario fänden sich Geschäftsführer in einer Welt wieder, in der Statistiken und Nachrichtenströme möglicherweise weniger der objektiven Information als vielmehr der Formung einer bestimmten gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Erwartungshaltung dienten.

Es wäre denkbar, dass Kennzahlen zur Nachhaltigkeit oder zum Ressourcenverbrauch, insbesondere auf größere Relationen wie z.B. globale Auswirkungen, so aufbereitet würden, dass sie den Eindruck einer unaufhaltsamen und alternativlosen Transformation erweckten. Ein umsichtiges Management müsste in diesem Fall die Fähigkeit entwickeln, hinter die Fassade dieser Daten zu blicken. Es stellte sich die Frage, ob die kommunizierten Trends tatsächlich einer realen Marktnachfrage entsprächen oder ob sie lediglich das Resultat einer gezielten Informationspolitik wären, die darauf abzielte, das Investitionsverhalten der Unternehmen durch moralischen oder regulatorischen Druck zu synchronisieren.

Ein fiktives Unternehmen täte in einer solchen Lage gut daran, Entscheidungen nicht auf Basis der lautesten medialen Ideale zu treffen. Vielmehr müsste eine Führungsebene die Validität der bereitgestellten Statistiken kritisch hinterfragen. Es wäre vorstellbar, dass eine Diskrepanz zwischen der politisch gewünschten Realität und den tatsächlichen Bedarfen der Kunden entstünde. Sollte ein Fertigungsbetrieb seine gesamte Strategie an einer staatlich „grünen“ Euphorie ausrichten, so besteht die Gefahr, sich von den realen ökonomischen Fundamenten zu entkoppeln.

Ein realistisches Management würde daher wohl prüfen, inwiefern die propagierten Denkweisen tatsächlich im Volk, bzw. den Konsumenten der Endprodukte, tatsächlich tief verwurzelt seien oder ob es sich lediglich um eine oberflächliche Anpassung an einen medialen Zeitgeist handelte. Es ginge darum, eine Balance der Einschätzung zu finden zwischen der notwendigen Mitwirkung der Konsumenten gegenüber staatlichen Vorgaben und dem Schutz des unternehmerischen Risikos vor Neuausrichtungen und Investitionen mit überproportional hohen Risiken.

Die Kunst des Managements bestünde darin, die Signale der ideologischen Lenkungspolitik bewusst zu analysieren und zu hinterfragen und sie durch den Filter der eigenen Markterfahrung und der betriebswirtschaftlichen Vernunft laufen zu lassen, um nicht zum Spielball politischer Experimente zu werden.

Marktstimulation als unternehmerisches Risiko

Management und Abwägung zwischen kurzfristigen Subventionen, Ideologien und langfristiger Standortsicherung

In einem weiteren Szenario könnte man beobachten, wie die Politik versucht, durch massive finanzielle Eingriffe und Marktstimulationen bestimmte Technologien oder Branchen künstlich zu bevorzugen. Für ein kleineres Unternehmen ergäbe sich daraus ein kompliziertes Kalkül. Es wäre verlockend, den angebotenen Fördergeldern und Anreizprogrammen zu folgen, die unter dem Deckmantel einer ökologischen Erneuerung bereitgestellt würden.

Doch genau hier läge die Gefahr einer strategischen Fehleinschätzung. Ein Management, welches ausschließlich auf die Signale solcher künstlichen Stimulationen reagierte, könnte die langfristigen Risiken einer Marktmanipulation unterschätzen. Es wäre zu befürchten, dass diese Programme eine zeitlich begrenzte Welle erzeugten, die in sich zusammenfiele, sobald die staatlichen Stützmaßnahmen ausliefen oder sich die politischen Prioritäten verschöben.

Das unternehmerische Risiko würde sich in einem solchen Fall unnötig erhöhen, da die Investitionen sich nicht auf ein organisches Marktwachstum und überzeugte Konsumenten stützten, sondern auf einer politisch gewollten Stimulation. Ein reflektiertes Management würde daher wohl eine Risiko-Nutzen-Analyse vornehmen, die über die bloße Mitnahme von Subventionen hinausginge. Es stellte sich die Frage, ob die durch die Manipulation erzwungenen Geschäftsmodelle auch unter freien Marktbedingungen bestehen könnten. Sollte dies verneint werden, müsste das Unternehmen alternative Pfade in Erwägung ziehen, die sich gegen den Trend der etwaigen Maktmanipulation richteten.

Dies könnte bedeuten, bewusst auf bestimmte Förderungen zu verzichten, um die eigene Unabhängigkeit und Flexibilität zu bewahren. Das Wohl des Unternehmens hieße in diesem Kontext, sich nicht in eine fatale Abhängigkeit von politischen Vorgaben zu begeben. Ein fiktiver Betrieb würde versuchen, seine Resilienz dadurch zu stärken, dass er sich auf Nischen oder Technologien konzentrierte, die unabhängig von ideologischen Strömen Bestand haben und das Unternehmen absichern, und zwar nachhaltig!

Letztlich ginge es darum, die Integrität der eigenen Management-Entscheidungen gegen Lenkungspolitik zu verteidigen und die langfristige Substanz des Betriebes über kurzfristige, politisch motivierte Ertragsversprechen zu stellen. Eine solche Haltung erforderte Mut und Weitsicht, da sie oft bedeuten würde, einen mühsameren, aber dafür stabileren Weg einzuschlagen. Denn wirtschaftliche richtige Entscheidungen sind ausschließlich diese, welche sich auch langfristig als richtig erweisen und Stand halten und nicht nach kurzer Zeit in sich zusammenbrechen.